Isaac Asimovs Utopia by Roger MacBride Allen

Isaac Asimovs Utopia by Roger MacBride Allen

Autor:Roger MacBride Allen [Allen, Roger MacBride]
Die sprache: deu
Format: epub
Tags: calvin-epub, Krimi, Science Fiction
ISBN: 3-404-24273-4
Herausgeber: Bastei-Lübbe
veröffentlicht: 1999-11-02T23:00:00+00:00


11. Kapitel

»Es ist weg, Gouverneur«, sagte Davlo Lentrall. »Alles, woran ich jemals gearbeitet habe, ist weg.« Er war froh, daß sie über eine reine Audio-Verbindung miteinander sprachen. Kresh hatte diese Art der Kommunikation gewählt, weil sie besser abzusichern war, aber darüber machte sich Lentrall im Augenblick keine Gedanken. Er war einfach nur froh, daß er nicht sein Gesicht zeigen mußte. Es war schon schlimm genug, daß Kresh die Panik aus seiner Stimme heraushören konnte. Lentrall wollte nicht, daß ihn irgend jemand in diesem Zustand sehen könnte. Er lief hektisch vor seiner Kommunikationskonsole auf und ab. »Alle meine Dateien, alle Sicherheitskopien, einfach alles!«

»Beruhigen Sie sich, Sohn. Ganz ruhig. Es muß irgendeine Möglichkeit geben, alles wiederherzustellen. Ich dachte, das System wäre so angelegt worden, daß es unmöglich ist, Dateien unwiderruflich zu verlieren.«

Davlo versuchte sich zu beruhigen. Er hatte sich gerade endgültig davon überzeugt, daß alle seine Daten wirklich verloren waren, als ihn Kreshs Anruf – woher auch immer – erreicht hatte. Es war nicht leicht, mit dem Führer des Planeten zu sprechen, wenn er sich auf seinem absoluten Tiefpunkt befand.

»Normalerweise stimmt das, Sir. Aber das war kein Unfall. Das war Sabotage. Fünf Minuten, nachdem ich entdeckt hatte, daß meine Dateien verschwunden waren, habe ich einen Anruf von der Sicherheitsabteilung der Universität bekommen. Irgend jemand hat mein Büro aufgebrochen und eine Brandbombe hineingeworfen. Die Leute von der Universität glauben, daß es mindestens zwei Einbrüche gegeben hat. Nach dem zweiten ist alles verbrannt worden, was nicht schon vorher gestohlen worden war. Man hat mir gesagt daß nichts übriggeblieben ist. Überhaupt nichts. Alle meine Notizen, meine Arbeit, einschließlich der Daten über den Kometen. Seine Koordinaten, seine Bewegung, die Bahnberechnungen… einfach alles.«

»Lodernde Sterne.« Kresh flüsterte beinahe. »Vielleicht war das ganze Spektakel am Government Tower nur ein Ablenkungsmanöver.«

Davlo lachte bitter auf. »Der Versuch, mich zu entführen oder sogar zu töten, soll nichts als ein Ablenkungsmanöver gewesen sein, um mir mein Lebenswerk zu stehlen?«

»Ich möchte nicht brutal klingen, Sohn, aber genauso ist es. Mir ist klar, daß Sie das anders sehen, aber für den Rest des Planeten ist ihre Arbeit sehr viel wichtiger als Ihr Leben. Und Sie sind sicher, daß alles weg ist? Unwiederbringlich weg?«

»Alles.«

»Ich verstehe.«

»Gouverneur Kresh? Wer hat das getan? Die Siedler?«

»Wahrscheinlich«, erwiderte Kresh. »Es könnte aber auch jeder andere gewesen sein, der verhindern will, daß der Komet auf Inferno stürzt Im Augenblick spielt das aber keine Rolle. Jetzt müssen wir vor allen Dingen die Situation in den Griff bekommen und uns nicht den Kopf darüber zerbrechen, wie sie zustande gekommen ist.«

»Das wird nicht leicht werden, Sir. Ich werde es versuchen.«

Eine Weile herrschte Stille in der Leitung, dann klang Kreshs Stimme wieder auf. »Also gut. Ihre Computerdateien mit den Plänen sind weg. Wir müssen uns sofort an die Arbeit machen, um sie zurückzubekommen – oder zumindest den größten Teil. Nachdem ich gesehen habe, wozu die Zwillingskontrolleinheiten fähig sind, bin ich mir sicher, daß sie Ihren Plan auf Grund der Ausgangsinformationen rekonstruieren können, wahrscheinlich sogar detaillierter, als es Ihnen möglich war.«

»Wie außerordentlich freundlich von Ihnen, mir das zu sagen«, knurrte Davlo.



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